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Virtueller Thin Client von IGEL

11. Mai 2009

igel

Ein virtueller Thin Client. Da stellt sich natürlich zuerst die Frage macht das Sinn. Die einfache Antwort – JA natürlich, wenn auch aus meiner Sicht natürlich nur zum Test. Aber genau zu diesem Zweck – und nur zu diesem Zweck hat IGEL diese Version geschaffen. Auf der IGEL Webseite kann ein IGEL Virtual Demo TC heruntergeladen werden. Das bereitgestellte Image funktioniert mit dem VMware Player und natürlich auch mit der VMware Workstation.

In der Vergangenheit musst man, für interne Tests oder für die Demo beim Kunden immer einen Thin Client zur Verfügung haben. Gerade bei de Präsentation bei einem Kunden empfand ich dies immer als sehr störend. Thin Client aufbauen, Monitor, Tastatur und Maus besorgen und dann das alles irgendwie in das Demo Lab einbinden.

Mit dem IGEL Virtual Demo TC ist das nun alles viel einfacher. Der Thin Client kann direkt im Test Lab auf einer VMware Workstation oder mit dem VMware Player gestartet werden und verhält sich eben wie ein Thin Client. Weiterhin kann mit der IGEL Universal Management Suite auch die Verwaltung eines Thin Clients im Unternehmens Umfeld demonstriert werden.

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IT Energiekosten– Wer rechnet spart

16. März 2009

Zwischen 2000 und 2006 haben sich die Stromkosten auf Grund gestiegener Energiepreise mehr als verdreifacht.

Das Potential von Green IT darf nicht unterschätzt werden. Vor allem nicht in den momentanen Zeiten. Jedes Unternehmen weiß: Geld das nicht ausgegeben wird muss nicht eingenommen werden. Heutzutage ist kostenbewusstes Handeln wichtiger denn je. Welches Potential in Bezug dazu in Green IT steckt verdeutlichen die folgenden Informationen:

Server

Server lassen sich im Gegensatz zu den PC’s wesentlich effektiver ausnutzen. Zudem lassen sich Server an zentraler Steller besser managen und in Energierückgewinnungsmaßnahmen einbinden. Mit moderner Virtualisierungstechnologie können Server in der Nacht oder am Wochenende abgeschaltet werden. Bei Bedarf können sie jederzeit in kürzester Zeit hochgefahren werden. So wird nur die Energie benötigt welche gerade für den Betrieb erforderlich ist.

Clients

PC’s verbrauchen ein vielfaches an Energie im Gegensatz zu Thin Client’s. Zwar werden bei Einsatz von Thin Clients mehr Server (Terminalserver) benötigt, jedoch hat das Vorteile wie zuvor genannt.

Die folgende Tabelle verdeutlicht die Unterschiede im Energieverbrauch zwischen einem PC und einem Thin Client.

Energieverbrauch Maximum Idle Sleep
PC* 300 Watt 80 Watt 4 Watt
Thin Client* 48 Watt 13 Watt 2 Watt

*PC / Thin Client System unterer Leistungsklasse

Ein Thin Client verbraucht bei einer mittleren Belastung also ca. 126 Watt weniger Strom. Bei 100 PC’s und 8 Stunden Arbeitszeit verbrauchen Thin Client’s also ca. 1 Kilowatt weniger Strom als PC’s. Über das Jahr gerechnet bei 220 Arbeitstagen ergäbe sich eine Energieeinsparung von satten 220 Kilowatt Stunden Strom.

Das Netz als heimlicher Stromfresser

Schnelle Netze benötigen mehr Energie. Mit steigenden Geschwindigkeiten erhöhen sich im Kupferkabel die Fehler durch Störungen. Diese lassen sich nur mittels moderner digitaler Signalverarbeitung (DSP) unterdrücken. Dazu ist mehr Rechenleistung erforderlich, was sich direkt in einem höheren Stromverbrauch niederschlägt.

Sparsame Glasfaser
Eine Glasfaserverbindung hat unter dem Gesichtspunkt zwei Vorteile. Bei ihr treten in engen Kabelschächten keine Übertragungsfehler durch Übersprechen auf  und sie benötigt im Schnitt 7 Watt weniger als ein klassischer Kupferkabelanschluss. Doch auch beim Kupferkabel ist noch einiges machbar. Das Normierungsgremium IEEE arbeitet unter der Bezeichnung 802.3az an der Erweiterung des Ethernet-Standards, das Energie Efficient Ethernet.

Energie Efficient Ethernet

Dahinter steht die Idee, dass ein LAN Port nur noch dann Strom verbraucht wenn auch wirklich Daten übertragen werden. Befindet sich der LAN Port im Leerlauf sollte er dann einen Energiebedarf von nahezu null Watt aufweisen. ADSL2/2+ verfügt bereits über solche Stromsparfunktionen, die im DSL Modem und im DSLAM den Energieverbrauch senkt, wenn keine Daten übertragen werden. Damit hält im LAN der Gedanke Einzug welcher im Carrier Umfeld bereits verwirklicht ist.

Mit dem richtigen Server und Netzwerkdesign können Kosten zu reduziert werden

Das richtige Netzwerkdesign erhöht die Leistungsfähigkeit spart dabei Energie und damit Kosten. Mit einem entsprechenden Netzwerkdesign im Rechenzentrum können Server performant angeschlossen werden. Dabei liegt der Fokus darauf, dass man weniger aber dafür leistungsfähige Serveradapter einsetzen kann. Eine verringerte Anzahl an Netzwerkadaptern und damit auch weniger Netzwerkswitche und Netzwerkports im Rechenzentrum verbrauchen weniger Strom.

Im Edge (Client) Bereich setzt man kein Gigabit sondern nur 100 MBit Ethernet ein. Dies lässt sich problemlos ohne Einbusen der Qualität realisieren wenn man auf PC’s verzichtet und statt dessen auf Server Based Computing mit Thin Clients umstellt.

Power over Ethernet

Netzwerkswitche mit Power over Ethernet sollten besonders betrachtet werden. Falsche bzw. ungeeignete Einstellungen führen schnell dazu, dass unnötig Energie verbraucht wird. Netzwerkkomponenten der namhaften Hersteller halten Einstellmöglichkeiten bereit die zur Energieeinsparung beitragen.

Standby PC’s und LAN Ports

Heutige PC’s können nicht mehr abgeschalten werden sie gehen lediglich in den Standby Modus. In diesem Modus wird jedoch der LAN Adapter des PC  mit Strom versorgt. Das wiederum bedeutet, dass auch der entsprechende LAN Port am Netzwerkswitch aktiv ist und somit Energie verbraucht wird. Bei 100 PC’s die sich in der Nacht oder am Wochenende im Standby Modus befinden werden somit pro Stunde 0,7 Kilowatt Strom verbraucht. Pro Wochenende (Fr. 18:00 – Mo. 06:00 Uhr) werden somit allein durch die LAN Ports der Netzwerkswitche ca. 43,4 Kilowatt Stunden Strom verbraucht.

Es lohnt sich also auch in diesem Bereich Gedanken zu entwickeln wie Energie eingespart werden kann. Jeder Teilbereich für sich einzeln betrachtet erscheint vielleicht wenig lukrativ. Zusammen genommen jedoch addieren sich die Einsparungen zu einer stattlichen Summe.

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