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Archiv für die Kategorie ‘Virtualisierung’

VMware ESX Server und IET – ietd.conf

11. Februar 2011

Immer wieder gibt es Unklarheiten bei der Konfiguration eines iSCSI Enterprise Target (IET) unter Linux in Verbindung mit der Benutzung als Storage Server für VMware ESX Server.

Welche Parameter werden benötigt? Welche müssen abweichend der Standardeinstellungen angepasst werden?

Wird das IET nicht korrekt konfiguriert kann es sein, dass die bereitgestellten LUN’s anschließend im ESX Server nicht oder nur teilweise zu sehen sind oder im weiteren Verlauf nicht richtig funktionieren. Wird nur eine einzige LUN bereitgestellt treten in der Regel keine Probleme auf. Sobald aber mehrere LUN’s und / oder mehrere Targets eingerichtet werden kommt es zu Problemen wenn man die Konfigurationsparameter in der ietd.conf nicht ausreichend eindeutig spezifiziert. Werden die Parameter nicht ausreichend gesetzt und mehrere LUN’s wurden definiert kommt es dazu, dass die ESX Server die Targets und / oder die LUN’s nicht voneinander unterscheiden können. Das Fatale ist oft, dass die Targets / LUN’s initial im ESX Server eingebunden und auch benutzt werden können. Bei einem späteren Neustart der ESX Server können diese dann die LUN’s plötzlich nicht mehr voneinander unterscheiden. Der Zugriff auf die LUN’s und die darauf befindlichen virtuellen Maschinen bleibt gesperrt. Wenn der ESX Server LUN’s die zuvor schon einmal im Zugriff waren nicht mehr unterscheiden kann, werden diese oftmals vom ESX Server als Snapshot’s LUN’s deklariert.

Werden im schlechtesten Fall die LUN’s vom ESX Server nicht mehr eindeutig erkannt, ist der Zugriff auf die virtuellen Maschinen, welche auf der iSCSI Storage abgelegt wurden, erst einmal nicht mehr möglich. Ein Recovery ist dann zeitaufwendig und alle virtuellen Maschinen müssen unter Umständen im ESX Server bzw. vCenter Server neu registriert werden. Dies hat auch zur Folge, dass alle VM’s eine neue UUID verpasst bekommen.

Ein weiterer Punkt ist, dass bei manchen IET Versionen die speziellen Parameter die für einen funktionierenden Betrieb in Verbindung mit VMware ESX Server zwingend benötigt werden, ignoriert wurden. Daher sollten man bei einem Wechsel der IET Version immer überprüfen ob besagte Parameter bis zum ESX Server durchdringen.

Um welche Parameter handelt es sich nun und wie müssen diese gesetzt werden? Dies wird anhand eines Auszuges einer ietd.conf Datei nachfolgend beschrieben.

Beispiel:

Target iqn.2007-01.de.bluvenit.hostname:iet-target0.2010120800

Lun 0 Type=fileio,Path=/srv/lun-data/VMFS-Disk0,ScsiId=SI2010120800,ScsiSN=SIET2010120800

Alias hostname:iet-target0

Target iqn.2007-01.de.bluvenit.hostname:iet-target1.2010120801

Lun 0 Type=fileio,Path=/srv/lun-data/VMFS-Disk1,ScsiId=SI2010120801,ScsiSN=SIET2010120801

Alias hostname:iet-target1

Targetname:

Der Targetname (iqn.*) muss für jedes Target eindeutig sein. Die Zusammensetzung des Namens ist festgeschrieben in der iSCSI Spezifikation (rfc3720).



iscsi-iqn

iscsi-iqn

Type: Fest. Muss <iqn> lauten

Date: yyyy-mm

Naming Auth: Umgekehrter Domänen Name. Hier empfiehlt es sich den Hostnamen mit aufzunehmen, da der <Naming Auth> am Initiator sichtbar wird und somit das Target besser identifiziert werden kann.

Optionaler String: Freier Wahl einer zusätzlichen Zeichenfolge. Sollte in jedem Fall definiert werden. Wenn mehrere Targets an einem iSCSI Storage Server angelegt werden muss mit dieser Zeichefolge das Target eindeutig „gemacht“ werden.

Die Punkte bzw: Doppelpunkte zur Trennung der „Felder“ bzw. beim Domänen-Namen müssen wie oben angegeben werden.

LUN:

Bei der LUN muss die ScsiSN eindeutig sein. Es hat sich aber gezeigt, dass auch die Angabe einer eindeutigen ScsiId von Vorteil ist. Beide Parameter dürfen maximal mit maximal 16 Zeichen belegt werden.

Um die Eindeutigkeit zu gewährleisten bietet sich die Verwendung aus einer Kombination von umgekehrtem Datum mit angehängter zweistelliger Nummer an. Es wird das Datum verwendet am dem die LUN angelegt wird. Werden später weitere LUN’s angelegt weiß man somit wann die LUN angelegt wurde.

Beispiel:

ScsiId=SI2010120801,ScsiSN=SIET2010120801

ScsiId=SI2010120801: <SI (Scsi Id)><JJJJMMTT><Nummer zweistellig>

ScsiSN=SIET2010120801: <SIET><JJJJMMTT><Nummer zweistellig>

Nummer zweistellig: Fortlaufende Nummer beginnend mit 00

Alias:

Die Aliasangabe ist ein andere Name für den Targetnamen und sollte daher auch eindeutig sein.

Die verwendeten Namen bei Target und LUN tauchen später beim ESX Server in hexadezimaler Schreibweise am Storage Adapter auf. Somit kann am ESX Server das korrekte Auftauchen der iSCSI LUN’s überprüft werden.

Eine weitergehende Beschreibung zu allen IET iSCSI Parametern findet man beim Aufruf der Man-Page: man ietd.conf

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Vmware View 4.0.1 verfügbar

23. Februar 2010

Seit dem 19.02.2010 ist ein Maintenance Release von Vmware View 4 freigegeben. Version 4.0.1 beinhaltet diverse Bug Fixes und einige Erweiterungen:

  • Single sign-on support für PCoIP für Third-Party Anbieter wir Sentillion und imprivata
  • Support für Virtual Printing (ThinPrint) für das PCoIP-Protokoll
  • Neue Lokalisierungen für den View-Client: Deutsch, Französisch, Japanisch und vereinfachtes Chinesisch. Ebenfalls in den jeweiligen Sprachen erhältlich sind diese Guides: View Manager Administration Guide, View Manager Release Notes, Getting Started with VMware View, View Upgrade Guide, und View Architecture Planning Guide. Hier finden Sie die deutschen Ausgaben: http://www.vmware.com/de/support/pubs/view_pubs.html
  • Unterstützung von Internationalen Tastaturen

Außerdem wird nun VirtualCenter 2.5 Update 6 und ESX 3.5 U5 unterstützt. In Version 4.0 war bisher VirtualCenter 2.5 U4 und ESX 3.5 U4 freigegeben.

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Update zu XenDesktop 4

6. Oktober 2009

Hier ein Update zu meinem Artikel über den XenDesktop 4 von gestern Nacht. Mit der Version 4 werden natürlich auch einige Probleme der Version 3.x beseitigt. Unter der Artikel ID CTX122744 hat Citrix die komplette Liste bereitgestellt.

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XenDesktop 4

4. Oktober 2009

citrix1

Auf twitter war heute Abend die Hölle los. Nahezu alle CTPs haben von einem “CTP Only” Webinar über den kommenden XenDesktop 4 berichtet. Als offizielles RTM Datum wurde der 28. Oktober genannt, das Final Release soll dann am 18. November verfügbar sein. Die Ankündigung durch eine entsprechende Pressemitteilung und entsprechende Infomails sollen wohl morgen erfolgen.

Auf der Citrix HDX Seite wurden bereits vor einigen Wochen einige der neuen Features angekündigt. Aus den verschiedenen Infoquellen (twitter, blogs, …) habe ich mal versucht die neuen Funktionen und Änderungen zusammenzustellen.

Lizenzierung und Editionen:

  • Lizenzierung pro User. Entgegen den bisherigen Versionen soll die künftige Version 4 des XenDesktop auf eine pro Benutzer Lizenzierung abgeändert werden.
  • Deutlich reduzierte Kosten pro User.
  • So genanntes “Trade-Up” Programm für bestehende XenApp Kunden.
  • Anwendungen von XenApp Servern (die im XenDesktop Paket enthaltene Lizenz) sind nicht mehr auf den XenDesktop begrenzt. Bisher war es nur erlaubt mit dem beim XenDesktop enthaltenen XenApp Anwendungen auf die XenDesktops zu publishen. Diese Einschränkung ist gefallen und die Anwendungen können somit auch auf “nicht” XenDesktops verteilt werden.
  • Drei Editionen. Standard, Enterprise und Platinum. Bereits in der Enterprise Edition soll der XenApp Server ohne Einschränkungen enthalten sein.

Neue Funktionen:

  • Support für VoIP und Webcams.
  • 3D Grafik Support. Diese Funktion erfordert aber entsprechende Hardware (z.B. Blade PCs die CUDA Unterstützung bieten. Der Einsatz mit VMs ist nicht möglich.
  • Erweiterter Multi Monitor Support.
  • Erweitertes Plug-and-Play
  • Media Foundation Support für Windows Media Player und Windows 7
  • Unterstützung von Windows7 (32 und 64 bit). Vista und XP werden nun auch in der 64 bit Version unterstützt.
  • RDP Support. Neben ICA kann nun auch RDP als Verbindungsprotokoll genutzt werden. Dies ermöglicht es das auch Desktops auf denen der ICA Client bisher nicht installiert werden konnte / durfte über die XenDesktop Umgebung bereitzustellen.

Citrix liefert im Moment ein Feuerwerk an neuen Features für bestehende Produkte. VMware wird es schwer habe mit dem immer noch nicht verfügbaren View 4 mitzuhalten. Ein direkter Vergleich der beiden Produkte wird bestimmt spannend.

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Hotfix 3 und 4 für Citrix XenServer 5.5

22. September 2009

citrix-xenserver

Bereits am 09. September hat Citrix den Hotfix 3 für den XenServer 5.5 freigegeben. Im Artikel CTX122589 sind die dadurch beseitigten Probleme beschrieben.

Weiterhing wurde am 17. September der Hotfix 4 für den Citrix XenServer 5.5 veröffentlicht. Unter der Knowledgebase ID CTX122705 stehen alle Informationen bereit.

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XenClient auf dem Mac

18. September 2009

So ganz heimlich träume ich ja von einem Apple MacBook Pro. Bisher hab ich mich aber noch nicht dazu durchringen können es als Arbeitsgerät zu wagen. Ich war mir einfach nicht so ganz sicher ob ich wirklich auf alle Windows Anwendungen verzichten kann und will.

Aber vielleicht ändert es sich und ich kann beides habe. Auf der CitrixTV Seite ist ein Video bereitgestellt in dem der kommende XenClient auf einem MacBook gezeigt wird. Auf diesem MacBook läuft neben dem MacOS X ein Windows in einer zweiten virtuellen Maschine.

Irgendwie cool !

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XenServer 6.0

25. August 2009

citrix-xenserver

Bisher nicht bestätigten Gerüchten zufolge soll in der Version 6.0 des Citrix XenServer der Sourcecode von Marathon everRunVM enthalten sein. Wer dann die Marathon Funktionen (Level 2 und Level 3 Protection) nutzen will, muss nur noch einen Lizenzschlüssel kaufen und mit diesem die Funktionen aktivieren.

Somit entfällt die Installation in die Dom0 des XenServers.

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DataCore hat Solutions Center eröffnet

13. August 2009

masterlogo_datacore Gerade erreichte mich die Meldung, dass DataCore, der führende Anbieter von Speichervirtualisierung, sein erstes Solutions Center in Niedernberg bei Frankfurt a.M. eröffnet hat. Das Solution Center kann von europäischen DataCore Partnern und Kunden für Tests mit der DataCore SAN-Virtualisierungssoftware genutzt werden. Die SAN-Lösungen von DataCore sind für alle gängigen Servervirtualisierungslösungen zertifiziert und  funktionieren unabhängig von Storage-Herstellern, Hardwaretechnologien oder der Netzwerk-Konnektivität. Dadurch können Lösungen genau nach den Anforderungen und Präferenzen der Kunden maßschneidert werden. Im Solutions Center besteht nun ab sofort die Möglichkeit, diese individuellen Lösungen unter Realbedingungen zu testen.

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Virtueller Thin Client von IGEL

11. Mai 2009

igel

Ein virtueller Thin Client. Da stellt sich natürlich zuerst die Frage macht das Sinn. Die einfache Antwort – JA natürlich, wenn auch aus meiner Sicht natürlich nur zum Test. Aber genau zu diesem Zweck – und nur zu diesem Zweck hat IGEL diese Version geschaffen. Auf der IGEL Webseite kann ein IGEL Virtual Demo TC heruntergeladen werden. Das bereitgestellte Image funktioniert mit dem VMware Player und natürlich auch mit der VMware Workstation.

In der Vergangenheit musst man, für interne Tests oder für die Demo beim Kunden immer einen Thin Client zur Verfügung haben. Gerade bei de Präsentation bei einem Kunden empfand ich dies immer als sehr störend. Thin Client aufbauen, Monitor, Tastatur und Maus besorgen und dann das alles irgendwie in das Demo Lab einbinden.

Mit dem IGEL Virtual Demo TC ist das nun alles viel einfacher. Der Thin Client kann direkt im Test Lab auf einer VMware Workstation oder mit dem VMware Player gestartet werden und verhält sich eben wie ein Thin Client. Weiterhin kann mit der IGEL Universal Management Suite auch die Verwaltung eines Thin Clients im Unternehmens Umfeld demonstriert werden.

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Citrix XenServer 5.5 (Beta) steht bereit

28. April 2009

xen-server

Seit gestern steht der XenServer in der Version 5.5 als Betaversion zum Download auf der MyCitrix Seite zur Verfügung. Im Citrix Blog stehen einige Informationen zum Release. Gegenüber den ursprünglichen Veröffentlichungen steht nun fest dass ein Snapshot über das XenCenter möglich sein soll.

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