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Artikel Tagged ‘Client Based Hypervisor’

Neues zum “Project Independence”

16. März 2009

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Am Wochenende habe ich auf meiner Suche nach weiteren Informationen zur XenWorkstation einen interessanten Blog Eintrag zum Thema “Project Independence” gefunden. Bei Gabes Virtual World schreibt der Autor dass er auf der VMworld 2009 das Glück hatte einen Blick auf eine “Early Preview” des kommenden Xenbased Client Hypervisor. Nach seinen Aussagen ist das Project Independence wohl doch eher mit VMware Workstation oder VMware Player vergleichbar. Mir scheint – bei der ominösen XenWorkstation und beim Project Independence handelt es sich um das selbe.

Ursprünglich hatte ich es so verstanden das auf der Hardware ein kleiner schmaler Hypervisor läuft auf dem dann die eigentlichen Maschinen laufen. Nach diesem Artikel scheint es eher so zu sein dass eine so genannte Primary Partition (bisher wohl nur Windows XP, Vista oder Windows 7) gestartet wird über die dann die andere Partition (oder Partitionen) gestartet und verwaltet werden können. Dies bedeutet aber das die Primary Partition immer gestartet sein muss, auch wenn sie gar nicht benötigt wird. Also wenn sich zum Beispiel die “Unternehmens VM” die Primary Partition ist dann muss diese auch gestartet werden wenn der Benutzer nur private Dinge – wie z.B. Bilder bearbeiten, tun will.

Weiterhin lässt dies darauf schließen dass nur die Primary Partition direkten Hardware Zugriff hat. Im Moment ist diese Implementierung aber auch wohl noch recht rudimentär.

Wenn Citrix wirklich bis November eine Version ausliefern will ist hier wohl noch viel Entwicklungsarbeit zu leisten.

Für mich klingt der Bericht sehr ernüchternd und nicht mehr viel mit den “Marketingberichten” von Citrix zu tun.

thausmann Virtualisierung , ,

Citrix XenWorkstation

11. März 2009

Gestern habe ich einen Artikel bei virtualization.info über einen angeblich neues Produkt von Citrix gelesen. Dieses Produkt nennt sich “XenWorkstation” und soll in dieser Woche kostenlos veröffentlicht werden.
Laut virtualization.info handelt es sich hierbei um ein Tool dass, vergleichbar mit Virtual PC oder VMware Workstation / Player / Fusion als Typ-2 VMM (”Hosted Virtual Machine Manger”) auf einem Betriebssystem (Windows oder Mac OS X) läuft.
Dabei handelt es sich nicht um das Project Independence, also den “Bare Metal Client Hypervisor” über den ich bereits gestern geschrieben habe sondern um ein eigenes Produkt.

Die Frage die sich stellt – stimmt es ?
Von Citrix hat man zu diesem Thema bisher nichts gehört.
Allerdings wurde auf der Xen Summit im Februar bereits über ein so genanntes “Hosted Xen Project” berichtet und dass dieses, man beachte, bereits unter Windows und Mac OS laufen würde.

Die Vorstellung das es eine mit der VMWare Workstation ansatzweise vergleichbare Lösung von Citrix gibt gefällt mir. Zumal, wenn die virtuellen Maschinen dann im Format kompatibel zu der XenServer Variante sind. Eine virtuelle Maschine auf dem XenServer exportieren und mit XenWorkstation betreiben. Optimal zur Fehlersuche oder Testmaschinen für “unterwegs”.

Mal sehen ob aus diesem Gerücht Wahrheit wird.

thausmann Virtualisierung ,

Project Independence – Client Based Hypervisor

10. März 2009

Seit einigen Wochen findet man bei Citrix in den Community Seiten interessante Infos zum Project Independence.
Dabei handelt es sich um einen so genannten “Client Side Bare Metal
Hypervisor” auf Xen Basis. Nicht zu verwechseln mit einer hosted
Variante wie z.B. VMware Workstation bzw. VMware Fusion.

Bare Metal bedeutet, dass der Hypervisor, wie z.B. der Citrix
XenServer oder der ESX Server von VMware direkt auf der Hardware läuft.
Die Herausforderungen an einen Hypervisor der als Client Hypervisor
genutzt wird sind deutlich höher als dies im Serverumfeld der Fall ist.
Viele Komponenten im Clientumfeld sind Standard die auf einem Server
nie gefordert werden. Nahezu jedes Notebook verfügt inzwischen über

  • Audio
  • mehrere USB Anschlussmöglichkeiten
  • Firewire
  • WLAN, Modem und teilweise UMTS Modem
  • Bluetooth
  • Webcam
  • Leistungsfähige 2D / 3D Grafikkarten

All diese Geräte und Funktionen müssen bei einem “Client Based Bar
Metal Hypervisor” auch bereitgestellt werden sonst wird er keine
Akzeptanz in der “realen Welt” finden. Citrix entwickelt zu diesem
Zweck zusammen mit Intel an einer entsprechenden Hardware für diese Lösung.

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Basis dürften Erweiterungen und Verbesserungen der bereits vorhandenen Intel vPro
Technologie sein. Ziel ist eine Hardware Plattform zu schaffen die es
ermöglich eine oder mehrere virtuelle Maschinen auf dem Client zu
starten und diesen den Zugriff auf die vorhandene Hardware zu
ermöglichen. Aus meiner Sicht ist der größte Vorteil aber nicht das
Starten von mehreren Maschinen auf dem Notebook. Viel mehr ist es die
Entkopplung von installiertem Betriebssystem (z.B. Vista) und der
eigentlichen Hardware. Wenn ich sehe mit welchem Aufwand es verbunden
ist wenn es an der Zeit ist ein neues Notebook zu installieren dann
wünsche ich mir diese Technologie wäre bereits vorhanden.

Ein Kollege von mir macht es schon lange so. Auf seinem Notebook
läuft ein Open SUSE Linux mit VMware Server. Darauf hat er eine Windows
XP Workstation als den “eigentlichen” Arbeitsplatz. Wenn er das
Notebook wechseln müsste – auf Grund eines Hardware Defekts dann wäre
dies mit der Basisinstallation von Open SUSE und dem VMware Server
erledigt. Danach einfach die letzte Sicherung der kompletten Maschine
einspielen – Fertig!

Für mich ist im Moment ein Hardware Ausfall am Notebook noch das so
genannte “Worst case Scenario”. Natürlich habe ich eine Datensicherung
und natürlich habe ich auch alle Software die installiert ist auf einem
externen Datenträger gesammelt. Ja ich habe auch ein Image der
Systempartition – aber trotzdem bis wieder alles so funktioniert wie es
vorher war. Das dauert.

Er ist da deutlich im Vorteil – trotzdem kann ich mich noch nicht zu
dieser Lösung durchringen. Ich bin da zu bequem, zu ungeduldig oder was
auch immer. Die von Citrix nun angekündigte (wenn auch ohne Termin)
Lösung mit dem Client Hypervisor gefällt mir da schon besser. Ich denke
es sollte dabei Möglich seine eine virtuelle Maschine als
Startkonfiguration zu hinterlegen die dann direkt nach dem Einschalten
des Notebooks und laden des Hypervisors gestartet wird. Der eigentliche
Bootvorgang dürfte sich somit kaum verlängern gegenüber einer
konventionellen Installation.

Das zusätzliche Starten einer weiteren Maschine macht natürlich vor
allem in Umgebungen Sinn in denen der eigentliche Arbeitsplatz durch
Security Policies stark eingeschränkt ist, in Umgebungen in denen der
“normale” Mitarbeiter nichts an seiner Konfiguration ändern darf. Doch
diese strikten Richtlinien führen in vielen Unternehmen immer wieder zu
Problemen da die Mitarbeiter, vor allem die Mitarbeiter “on the Road”
doch immer wieder mit Anforderungen konfrontiert sind die dann wiederum
eine Lockerung der Sicherheitseinstellungen erfordern. Mit der Client
Hypervisor Lösung wäre es möglich zwei Instanzen zu betreiben. Eine mit
den Unternehmensanwendungen (gesperrt) und eine in der der Benutzer tun
und lassen kann was er will – dann natürlich ohne Support von der IT
Abteilung.

Genau so stellt es sich Citrix auch im folgenden Video vor.

Aus Sicht von Citrix macht diese Thematik natürlich im Zusammenspiel
mit einer XenDesktop Umgebung noch viel mehr Sinn. Es wäre Möglich eine
XenDesktop Maschine vom XenServer abzumelden und auf einem Notebook
bereitzustellen. Somit kann der Mitarbeiter “seine” virtuelle Maschine
mitnehmen. Wieder zurück im Büro, oder zumindest im Unternehmens
Netzwerk werden die Daten der virtuellen Maschine synchronisiert.

Leider gibt es bisher keine öffentliche Betaversion und auch die von
mir angesprochenen Citrix SE´s waren etwas “zugeknöpft”. Ich werde das
Thema weiter beobachten und wieder darüber schreiben wenn es
Neuigkeiten gibt.

thausmann Virtualisierung, XenClient